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Museum "Otto Ludwig" Eisfeld Büchersammlung der Museumsbibliothek

Collection: Büchersammlung der Museumsbibliothek ( Museum "Otto Ludwig" Eisfeld )

About the collection

Der Bibliotheksbestand setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: aus der Arbeitsbibliothek (Literatur des 20. Jhs zur Volkskunde, Kunst- und Kulturgeschichte usw.); der Otto-Ludwig-Bibliothek; und einer Spezialsammlung regionalkundlicher Literatur, die sich auf die Stadt Eisfeld und ihr Umfeld bezieht. Die Bibliothek umfasst derzeit 8325 Bücher und Zeitschriften.

Zu den Büchern, die den Namenszug Otto Ludwigs tragen, gehören Torquato Tasso’s befreites Jerusalem, übersetzt von Karl Streckfuß (Bd. 2, Leipzig 1835), Das Lied vom Ritter Wahn. Eine uraltitalische Sage in vier und zwanzig Abenteuern, bearb. von Julius Mosen (Leipzig 1831) und Alkuna. Nordische und Nord-Slawische Mythologie von G. Th. Legis (Leipzig 1831). Im Frühjahr 1857 widmete Emanuel Geibel " seinem hochverehrten Freunde Otto Ludwig" ein Bändchen Neue Gedichte (Stuttgart und Augsburg 1857). Zum Bestand der Ludwig-Bibliothek gehören außerdem Werkausgaben des 19. Jhs von Goethe, Schiller, Shakespeare u. a. Der handschriftliche Nachlass von Otto Ludwig wird im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar aufbewahrt (9 Kästen Werkmanuskripte, Briefe, Aufzeichnungen).

Bei einigen Bänden der Museumsbibliothek handelt es sich um Geschenke Eisfelder Bürger, so bei der illustrierten Hofer Bibel von 1736, die 1953 aus Familienbesitz dem Städtischen Museum übereignet wurde, und Arnd(t)s Postilla (Lüneburg 1712), die von 1735 bis 1938 Einträge durch die Familie Zinn enthält. Wie aus den handschriftlichen Einträgen hervorgeht, ist die Büchersammlung in ihrem Kern eng mit den Geschicken der Stadt und ihrer Bürger verbunden. Heinrich Müllers Himmlischer Liebes-Kuß, Oder Evangelische Betrachtungen (Hof 1737) wurde im gleichen Jahr von Johannes Geisthardt erworben. Der mit Kupfern illustrierte Oeconomus prudens et legalis. Oder allgemeiner kluger und Rechts-verständiger Hauß-Vatter von Franz Philipp Florin (Nürnberg, Frankfurt und Leipzig 1750), der ein " kurtz-gefasstes Koch-Buch" enthält, wurde einschließlich der Fortsetzung Grosser Herren Stands und Adelicher Haus-Vatter (1751) von einem Eisfelder Bürger am 22. Juni 1840 auf einer Auktion erstanden.

Das Dictionarium Graecolatinum (Basel 1558; VD 16 L 1406) war ursprünglich " In usum Classis I. Schulae Eisfeldensis". Der Sachssenspiegel, Corrigirt auffs New, Nach dem Inhalt, der Alten, Waren, Corrigirten Exemplarn und Texten (Leipzig: Nicolaus Wolrab 1539; VD 16 D 745) und die von Caspar Hedion verdeutschten Bücher des Flavius Josephus (Straßburg 1556; VD 16 J 974) können wohl auch mit der Stadtschule in Zusammenhang gebracht werden. Vorhanden sind ein Unterricht Vom hochwürdigen Abendtmal (Heidelberg 1579) des Frankfurter Predigers Petrus Patient und De probandis Spiritibus = Von rechter prob und prüfung der Geyster (Neustadt/Hardt 1579) von Daniel Tossanus. Ein Sammelband aus dem Besitz des Meininger Rates Jacob Schröter enthält Leichenpredigten, zumeist Schleusinger und Sclkalder Drucke, als ältesten Von Wolgearteter frommer Kinder und anderer junger Leute früezeitigem Absterben (Sclkalden 1596) von Joachim Zehner. Ein Höchstverdient- und Unvergängliches Denk- und Ehren-Mahl (Zeitz 1684) wurde bei ihrem Tod der Herzogin Sophia Elisabeth zu Sachsen errichtet. Johann Jacob Ottos Evangelischer Kranken-Trost (Nürnberg 1740) war, wie aus einem eingeklebten zusätzlichen gedruckten Text hervorgeht, 1752 in jedem Haushalt der in der Nähe von Eisfeld gelegenen Gemeinde Crock vorhanden. Das Theatrum machinarum molarium, Oder Schau-Platz der Mühlen-Bau-Kunst (Dresden 1767) wurde 1791 von einem Einwohner der Gemeinde Sachsendorf gekauft. Erwähnung verdient die Abhandlung von der Fuge nach den Grundsätzen und Exempeln der besten deutschen und ausländischen Meister (Berlin 1753-1754) von Friedrich Wilhelm Marpurg.

Eine Besonderheit sind zwei Porzellan-Musterbücher, eines aus dem Besitz der Firma Johann Christian Lindner in Sonneberg bei Coburg (Druck, um 1860), das andere ohne Firmenbezeichnung (Druck, gesammelte Einzelblätter, um 1870).

Nach F. Marwinski

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