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GoetheStadtMuseum Ilmenau Der Ilmenauer Bergbau

Collection: Der Ilmenauer Bergbau ( GoetheStadtMuseum Ilmenau )

About the collection

Bereits im Mittelalter war der Bergbau im Ilmenauer Raum von Bedeutung, er zählte zeitweise zu den wichtigsten Erwerbsquellen. Im 14. Jh. existierten mehrere Eisengruben, seit 1444 wurden Kupfer- und Silbererze abgebaut. Ab dem 17. Jh. ist der Abbau von Braunstein nachweisbar.

Die Sammlung und Ausstellung im GoetheStadtMuseum richtet ihren Fokus vor allem auf den Bergbau in der Goethezeit. Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1756-1828) strebte die Wiederbelebung des Kupfer- und Silberbergbaues ab 1776 an, nachdem dieser seit 1739 ruhte. Der bedeutende Bergbaufachmann Vize-Bergbauhauptmann Friedrich Wilhelm Heinrich von Treba hatte zuvor in einem Gutachten den Erfolg des Unternehmens in Aussicht gestellt. Im Jahr 1776 holte der Herzog den 7 Jahre älteren Johann Wolfgang von Goethe an seinen Hof. 1777 wurde die Bergbau-Kommission gegründet, deren Leitung Goethe später übernahm. Ihr oblag die administrative, rechtliche und finanzielle Absicherung des Vorhabens. Im Februar 1784 wurde nach achtjähriger Vorbreitungszeit der neue Bergbau eröffnet. Bis zur Förderung der ersten Tonne Kupferschiefer im September 1792 verhinderten jedoch zahlreiche Wassereinbrüche die Arbeiten im Schacht. Am 22. Oktober 1796 ereignete sich ein neuer Wassereinbruch, ein Teil des Entwässerungsstollens war gebrochen. Das Grubenwasser stieg im Schacht auf. Es dauerte eineinhalb Jahre bis zur völligen Aufwältigung des Stollenbruchs. In dieser Zeit ließ der Großteil der noch verbliebenen Gewerken seine Geschäftsanteile (Kuxe) verfallen, für einen Fortbetrieb reichte das Geld der "Restgewerkschaft" nicht aus. 1814 wurden die Schächte verfüllt, der Betrieb endgültig aufgegeben. Die Gesamtkosten des Unternehmens beliefen sich auf rund 76.000 Taler, nachdem zu Beginn lediglich 20.000 Taler veranschlagt waren.

Die Sammlung zum Bergbau entstand seit 1873 je nach Intention der Museumsbeauftragten und beinhaltet neben wenigen Gegenständen in erster Linie Kartenmaterial, schriftliche Zeugnisse und Druckwerke der Ilmenauer Berbautätigkeit. In der neuen Ausstellung vermitteln Funktionsmodelle die außerordentlichen technischen Lösungen des Bergbaues zu Goethes Zeit und dessen wesentlichen Anteil an diesem Geschehen.

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